Hugo Spritz: Ein Rezept für einen sommerlichen Prosecco-Drink
Hugo Spritz ist der frischere, blumigere Verwandte des Aperol Spritz und an heißen Sommertagen oft die angenehmere Wahl. Sie brauchen lediglich gut gekühlten Prosecco, Holunderblütensirup, einen Schuss Soda, frische Minze und eine Limettenscheibe. Kein Shaker, keine komplizierten Techniken – nur wenige Zutaten, die sich hervorragend ergänzen.
Das Rezept finden Sie direkt unter der Einleitung: Für ein Glas benötigen Sie 120 ml gekühlten Prosecco, 20 ml Holunderblütensirup und 40 ml Soda. Wir gehen die Zubereitung Schritt für Schritt durch, erklären das richtige Verhältnis, zeigen Variationen einschließlich einer alkoholfreien Version und erläutern, worin sich Hugo vom Aperol Spritz unterscheidet.
Was ist Hugo Spritz?
Hugo Spritz ist ein leichter, prickelnder Cocktail aus Prosecco, Holunderblütensirup und Soda, garniert mit Minze und einer Limettenscheibe. Er gehört zur Familie der Spritz-Drinks, also Mixgetränken auf Basis von Schaumwein, der mit Soda verdünnt wird. Charakteristisch ist der blumige, leicht süßliche Geschmack der Holunderblüte, wodurch der Drink nicht bitter ist. Neben Hugo Spritz begegnen Ihnen auch Bezeichnungen wie Hugo Drink, Hugo Cocktail oder einfach Hugo Getränk – gemeint ist immer dasselbe Rezept.
Zutaten für Hugo Spritz

Tipp: Prosecco und Soda für Hugo können Sie direkt bei uns kaufen – Porta Leone Prosecco Superiore DOCG und Thomas Henry Soda. Für eine stärkere Variante greifen Sie zu St-Germain Holunderblütenlikör, der im Rezept den Sirup ersetzt. Frische Minze und Limette ergänzen Sie zu Hause.
Für eine Portion benötigen Sie die folgenden Zutaten. Wir halten uns an ein Verhältnis, durch das der Drink frisch bleibt und nicht zu süß wird.
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120 ml gekühlter Prosecco – trockener Brut oder Extra Dry Prosecco hält den Drink frisch. Eine bewährte Wahl ist Porta Leone Prosecco Superiore DOCG Extra Dry mit 11 % Alkohol.
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20 ml Holunderblütensirup – klassisch wird Sirup aus Holunderblüten verwendet, entweder selbst gemacht oder gekauft. In deutschsprachigen Ländern ist die Bezeichnung Holundersirup üblich. Holunderblütenlikör gehört nicht in die Grundversion, da er eine andere Süße und Stärke besitzt; darauf gehen wir weiter unten bei den Variationen ein.
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40 ml Soda – gut gekühltes Sodawasser, zum Beispiel Thomas Henry Soda Water.
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6 bis 8 frische Minzblätter – sie duften und geben Hugo seinen typischen Charakter; einige Blätter können Sie für die Garnitur aufbewahren.
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Limette, 1 Scheibe – gerne auch mit etwas frisch ausgepresstem Saft.
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Eis – ein volles Glas Eiswürfel.
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Glas – ein großes Weißweinglas oder Ballonglas.
Hugo Spritz Schritt für Schritt zubereiten
Die Zubereitung ist einfach und gelingt auch ohne Barzubehör. Das gesamte Rezept dauert nur zwei bis drei Minuten und Sie benötigen nichts weiter als einen Löffel und ein Glas.
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Glas mit Eis füllen: Füllen Sie ein großes Weinglas fast bis zum Rand mit Eiswürfeln. Ein kaltes Glas hält den Drink länger frisch und sorgt dafür, dass er weniger verwässert.
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Minze hinzufügen: Klatschen Sie sechs bis acht Minzblätter kurz zwischen den Handflächen und geben Sie sie ins Glas. Dadurch werden die ätherischen Öle freigesetzt und die Minze verleiht dem gesamten Drink ein schönes Aroma. Zerdrücken Sie die Blätter nicht, da sie sonst bitter werden können.
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Holunderblütensirup eingießen: Geben Sie 20 ml Holunderblütensirup hinzu. Noch nicht umrühren.
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Mit Prosecco und Soda auffüllen: Gießen Sie langsam 120 ml gekühlten Prosecco hinzu und anschließend 40 ml Soda. Wenn Sie an der Innenseite des Glases entlanggießen, bleibt möglichst viel Kohlensäure erhalten.
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Vorsichtig umrühren und garnieren: Rühren Sie mit einem Löffel einige Male vorsichtig von unten nach oben. Zum Schluss eine Limettenscheibe und einen Minzzweig hinzufügen. Sofort servieren, solange der Drink noch kräftig prickelt.

Das richtige Verhältnis und Tipps für den perfekten Hugo
Halten Sie sich an das Verhältnis von 120 ml Prosecco, 20 ml Holunderblütensirup und 40 ml Soda. Der Prosecco bildet die Basis, der Sirup gibt lediglich Geschmack und das Soda macht den Drink leichter. Im Glas schmeckt man die Holunderblüte, trotzdem trinkt man weiterhin Schaumwein und keine Limonade.
Bei Spritz-Drinks wird häufig das Verhältnis 3:2:1 genannt, also drei Teile Schaumwein, zwei Teile Aperitif und ein Teil Soda. Darauf basiert auch das offizielle Spritz-Rezept der International Bartenders Association (IBA). Es verwendet jedoch einen bitteren Aperitif wie Aperol und lässt sich nicht auf Holunderblütensirup übertragen: Bei 120 ml Prosecco wären 80 ml Sirup nötig, wodurch Hugo zu einem übersüßten Sirupgetränk mit Kohlensäure würde. Verwenden Sie 3:2:1 daher als Orientierung für bittere Aperitifs und nicht als Regel für Hugo.
Ebenso vorsichtig sollten Sie Sirup durch Holunderblütenlikör ersetzen. Sirup ist ein konzentriertes, alkoholfreies Zuckerprodukt, während Likör weniger süß ist und nach europäischer Spirituosenverordnung mindestens 15 % Alkohol enthalten muss. Ein Austausch im Verhältnis eins zu eins funktioniert daher nicht. Verwenden Sie etwa 30 ml Likör und reduzieren Sie die Menge an Soda; die vollständige Zubereitung finden Sie im Abschnitt mit den Variationen.
Einige Kleinigkeiten entscheiden über das Ergebnis. Kühlen Sie Prosecco, Soda und auch das Glas immer gut, denn ein warmer Hugo verliert die Hälfte seines Reizes. Sparen Sie nicht am Eis: Ein volles Glas Eiswürfel schmilzt langsamer als nur wenige einzelne Würfel, sodass der Drink weniger verwässert. Servieren Sie den Drink außerdem sofort, denn weder die Kohlensäure noch das Aroma der Minze warten.
Variationen des Hugo Drinks
Stärkere Version mit Holunderblütenlikör. Geben Sie 6 bis 8 Minzblätter in ein Glas mit Eis, anschließend 30 ml Holunderblütenlikör, 120 ml gekühlten Prosecco und 20 ml Soda. Zum Schluss eine Limettenscheibe hinzufügen. Sie können St-Germain mit laut Hersteller 20 % Alkohol oder den milderen Bols Elderflower mit 17 % verwenden. Der Geschmack ist voller und deutlich blumiger, gleichzeitig ist der Drink spürbar stärker.
Alkoholfreier Hugo. Ersetzen Sie den Prosecco durch 120 ml alkoholfreien Schaumwein und lassen Sie den Rest unverändert: 20 ml Holunderblütensirup, 40 ml Soda, Minze, eine Limettenscheibe und ein volles Glas Eis. Alkoholfreier Schaumwein gibt dem Drink Körper und feine Perlage, während Soda und Sirup allein Hugo lediglich zu süßem Wasser machen würden.
Hugo muss außerdem nicht ausschließlich mit Prosecco zubereitet werden. Sie können auch Sekt oder einen anderen trockenen Schaumwein verwenden, sollten dann jedoch mit einem etwas anderen Geschmack rechnen. Wer es fruchtiger mag, kann einige Erdbeeren, Heidelbeeren oder eine Gurkenscheibe hinzufügen und erhält so eine sommerliche Gartenvariante.
Hugo Spritz vs. Aperol Spritz: Wo liegt der Unterschied?
Beide Drinks basieren auf Prosecco und Soda. Der wichtigste Unterschied liegt in der Zutat, die Geschmack und Farbe bestimmt. Aperol Spritz verwendet Aperol, einen bittersüßen orangefarbenen Aperitif mit Kräutern und Zitrusnoten, der dem Drink eine deutliche Bitterkeit und kräftig orange Farbe verleiht. Hugo verwendet stattdessen Holunderblütensirup und ist dadurch heller, blumiger und leicht süßlich, ohne die typische Bitterkeit. Die Geschichte des orangefarbenen Aperitifs erzählen wir im Artikel Aperol: die Geschichte des orangefarbenen Phänomens.
Auch geschmacklich ist der Unterschied deutlich. Hugo ist meist etwas leichter und frischer, mit Minz- und Zitrusnoten, während Aperol Spritz bitterer und vollmundiger ist. Wenn Sie etwas Erfrischendes ohne Bitterkeit möchten, greifen Sie zu Hugo. Wenn Sie bittere Aperitifs mögen, ist Aperol die passendere Wahl.
Wie viel Alkohol ein Hugo Spritz enthält, hängt vor allem von der verwendeten Menge Prosecco ab. Ein traditioneller Hugo enthält ungefähr 6 bis 8 % Alkohol. Ein Aperol Spritz im Verhältnis 3-2-1 enthält 9 % Alkohol. Die Drinks unterscheiden sich also auch in ihrer Stärke.
Was passt zu Hugo Spritz?
Hugo ist ein Aperitif und verlangt daher fast von selbst nach einer passenden Begleitung. Am besten harmoniert er mit leichten Speisen, die seinen blumigen Geschmack nicht überdecken. Sehr gut passen eine Platte mit italienischem Käse und Schinken, Oliven, salzige Cracker oder leichte Bruschetta.
Bei einer sommerlichen Grillparty servieren Sie ihn eher zu Fisch, Hähnchen oder Gemüsespießen als zu stark gewürzten Speisen. Als Aperitif vor dem Essen funktioniert er auch hervorragend allein. Zu Desserts passt er weniger gut, da die Süße der Holunderblüte mit zusätzlichem Zucker konkurrieren würde.
Servieren Sie den Drink immer gut gekühlt, idealerweise bei etwa 6 bis 8 °C. Die Temperatur entscheidet darüber, ob Hugo frisch schmeckt oder lediglich etwas süßlich und fade wirkt.

Ursprung: Wie Hugo in Südtirol entstand
Hugo ist ein junger Drink. Er entstand im Jahr 2005 in Südtirol (italienisch Alto Adige) im Norden Italiens, wo der Barkeeper Roland Gruber ihn als frischere Variante des klassischen venezianischen Spritz entwickelte. Das ursprüngliche Rezept verwendete Melissensirup, der in der Praxis jedoch schnell durch den leichter erhältlichen Holunderblütensirup ersetzt wurde. Von den deutschsprachigen Ländern aus verbreitete sich Hugo weiter in Europa und gehört heute zu den beliebten Sommeraperitifs.
Die häufigsten Fehler bei der Zubereitung von Hugo
Auch ein einfacher Drink kann misslingen, und meistens sind immer dieselben Kleinigkeiten schuld. Am häufigsten wird Hugo zu süß zubereitet. Holunderblütensirup ist bereits sehr süß, und wenn Sie zu viel davon verwenden, verliert der Drink seine Frische. Bleiben Sie bei 20 ml Sirup und passen Sie die Süße erst am Ende nach Ihrem Geschmack an.
Auch Eis sollte nicht unterschätzt werden. Wenige Eiswürfel schmelzen schnell und Hugo wird innerhalb kurzer Zeit lauwarm und wässrig, daher können Sie das Glas ruhig bis zum Rand füllen. Achten Sie auch auf die Minze: Sie sollte lediglich kurz zwischen den Handflächen geklatscht werden, damit sie ihr Aroma freisetzt. Wenn Sie sie zerdrücken, werden Bitterstoffe freigesetzt und der Drink bekommt einen unangenehm grasigen Geschmack. Prosecco und Soda sollten Sie erst ganz zum Schluss und langsam hinzufügen, damit möglichst wenig Kohlensäure verloren geht.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie macht man Hugo Spritz zu Hause?
Füllen Sie ein großes Glas mit Eis, geben Sie 6 bis 8 kurz zwischen den Handflächen geklatschte Minzblätter und 20 ml Holunderblütensirup hinzu. Füllen Sie mit 120 ml gekühltem Prosecco und 40 ml Soda auf und rühren Sie vorsichtig von unten nach oben. Mit einer Limettenscheibe garnieren und sofort servieren, solange der Drink noch prickelt.
Was ist das richtige Verhältnis für Hugo?
Bewährt haben sich 120 ml Prosecco, 20 ml Holunderblütensirup und 40 ml Soda pro Glas. Sirup ist ein sehr süßes Konzentrat, deshalb benötigt der Drink nur eine kleine Menge, während Prosecco die Basis bildet. Wenn Sie den Sirup durch Holunderblütenlikör ersetzen, verwenden Sie etwa 30 ml und reduzieren Sie das Soda auf 20 ml.
Wodurch kann man Holunderblütensirup ersetzen?
Am nächsten am Original liegt Holunderblütenlikör, zum Beispiel St-Germain oder Bols Elderflower. Verwenden Sie etwa 30 ml und reduzieren Sie die Menge an Soda; dadurch wird der Drink intensiver und stärker. Historisch wurde Hugo auch mit Melissensirup gemischt. Im Notfall kann ein anderer Blütensirup verwendet werden, der Geschmack ist dann jedoch nicht mehr typisch für Hugo.
Wie viel Alkohol enthält Hugo Spritz?
Die Grundversion mit Holunderblütensirup enthält ungefähr 6 bis 7 % Alkohol und liegt damit auf dem Niveau eines leichteren Weins. Mit Holunderblütenlikör statt Sirup erreicht der Drink ungefähr 10 %, da der Likör selbst Alkohol enthält. In der alkoholfreien Version mit alkoholfreiem Schaumwein fällt der Alkohol vollständig weg.
Wann wird Hugo Spritz serviert?
Hugo wird vor allem als Sommeraperitif serviert. Am besten schmeckt er gut gekühlt an heißen Tagen vor dem Essen oder zu leichten Snacks. Dank seines niedrigeren Alkoholgehalts eignet er sich auch für ein längeres Nachmittags-Treffen im Garten oder auf der Terrasse.
Fazit
Bei Hugo Spritz kommt es vor allem auf Frische an: Je kälter der Prosecco und je frischer die Minze, desto besser. Merken Sie sich 120 ml Prosecco, 20 ml Holunderblütensirup und 40 ml Soda, dazu 6 bis 8 Minzblätter, eine Limettenscheibe und ein volles Glas Eis – und Sie haben einen Drink, den selbst Anfänger problemlos zubereiten können.
Die Grundlage eines guten Hugo sind hochwertiger Prosecco und gut gekühltes Soda. Entdecken Sie unser Sortiment an Aperitifs und Spritz-Drinks. Inspiration und Zutaten für weitere Drinks finden Sie außerdem in der Kategorie Cocktails. Und wie bei jedem alkoholischen Getränk gilt: Genießen Sie es in Maßen.